Gesundheitsförderung und Prävention: Maßnahmen zur Vermeidung von Krankheiten

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Was kann jeder selbst für die individuelle Gesundheitsförderung tun? Und werden Maßnahmen, die der Prävention dienen, immer von den Krankenkassen bezahlt? Hier folgen Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Gesundheitsförderung und Prävention: Geförderte Maßnahmen für Versicherte

Die Krankenkassen berechnen ihren Versicherten einen Beitrag, der monatlich prozentual von deren Einkommen berechnet wird. Dafür wiederum werden alle Maßnahmen bezahlt, die medizinisch nötig sind. Zusätzlich kann der Versicherte bestimmte Leistungen separat versichern, die über eine Zusatzversicherung getragen werden oder die höher zuzahlungspflichtig sind.

In welchem Bereich Versicherungsleistungen in Anspruch genommen werden können, welche Lebenswelten damit verbessert werden und wie sich die Pflege von Menschen, bei denen die Prävention in der Reha fortgeführt wird, gestaltet, ist kann auf diversen Plattformen nachgelesen werden. nachzulesen.

Mit einer gezielten Prävention soll auch ein längeres Leben möglich sein, wobei hier Maßnahmen und deren Auswirkungen einen ständigen Kreislauf bilden. ( Foto: Shutterstock- Robert Kneschke)

Mit einer gezielten Prävention soll auch ein längeres Leben möglich sein, wobei hier Maßnahmen und deren Auswirkungen einen ständigen Kreislauf bilden. ( Foto: Shutterstock- Robert Kneschke)

Die Notwendigkeit von Prävention und Gesundheitsförderung

Nur wenige Krankheiten sind angeboren, die meisten entstehen erst im Laufe des Lebens der Menschen. Sie entdecken neue Lebenswelten, die hier Einfluss haben, bewegen sich zu wenig, essen zu viel. Auch Alkohol und Drogen, Stress oder nicht beeinflussbare Krankheiten beeinträchtigen die Gesundheit.

Nicht immer ist diese im Rahmen einer umfassenden Prävention auf Dauer zu erhalten, teilweise liegen genetische Dispositionen für eine Erkrankung vor. Dann aber lässt sich häufig ein positiver Einfluss auf den Ausbruch der Krankheit erkennen, teilweise verbessern sich bei gezielter Gesundheitsförderung die Symptome der Erkrankung.

Präventive Maßnahmen bedeuten nicht nur Sport und eine gesunde Ernährung, sondern auch die Verringerung von Stress unter anderem durch die Einrichtung gesundheitsförderlicher Lebenswelten sowie durch eine bewusste Entspannung. Zum Erlernen bestimmter Entspannungstechniken gibt es Kurse, mittlerweile werden diese sogar online angeboten. Die gezielte Gesundheitsförderung hat nicht nur zum Ziel, Krankheiten zu verhindern, zu lindern oder deren Verlauf positiv zu beeinflussen.

Mit einer gezielten Prävention soll auch ein längeres Leben möglich sein, wobei hier Maßnahmen und deren Auswirkungen einen ständigen Kreislauf bilden. Wichtig: Nicht nur die allgemeinen Lebensbereiche zählen in die Prävention, sondern auch das betriebliche Umfeld muss als Bereich, in dem täglich mehrere Stunden verbracht werden, bei der Gesundheitsförderung berücksichtigt werden.

Wer sich um seine Gesundheit kümmert, verhindert aber nicht nur Krankheiten, sondern fühlt sich auch wohler, sodass die Maßnahmen für eine Förderung der körperlichen Gesundheit auch psychische Auswirkungen haben. Insofern stellt die Inanspruchnahme der präventiven Angebote immer einen ganzheitlichen Ansatz zur Gesundheitsförderung dar.

Durch gesundes Essen kann man selbst viel für seine Gesundheit tun ( Foto: Shutterstock-gpointstudio )

Durch gesundes Essen kann man selbst viel für seine Gesundheit tun ( Foto: Shutterstock-gpointstudio )

So lässt sich die Gesundheit selbst fördern

Gesundheitsförderung und Prävention können auch selbst in die Hand genommen werden. Wichtig ist, dass das Thema Gesundheit präsent ist und dass die Selbstwahrnehmung entsprechend geschult wird.

Das schließt die Wahrnehmung von Früherkennungsuntersuchungen mit ein. Damit lassen sich gesundheitliche Risiken im Blick behalten, außerdem ist es möglich, Überlastungen und erste Krankheitsanzeichen rechtzeitig zu erkennen. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen können teilweise Krankheiten erkannt werden, noch ehe sich diese mit den ersten physischen oder psychischen Symptomen zeigen.

Wer mehr wissen möchte, kann sich beim Arzt zu einer gesunden Lebensweise beraten lassen, kann entsprechende Kurse wahrnehmen und sich in den Medien informieren.

Das Grundlegende bleibt aber immer gleich:

  • gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten
  • nicht rauchen
  • wenig Alkohol
  • viel Bewegung
  • regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen
  • Stress vermeiden

Ebenfalls in den Bereich der Gesundheitsvorsorge fällt das Impfen. Einige Impfungen gehören mittlerweile zum Standard, die entsprechende Immunisierung wird bereits bei Kindern vorgenommen. Tetanus, Diphterie und Keuchhusten, Masern, Mumps und Röteln zählen dazu.

Auch Impfungen gegen Hepatitis und Grippe werden zur Prävention gerechnet. Dazu kommen individuelle Impfentscheidungen, die vom eigenen Immunsystem ebenso abhängen wie von einer beruflichen Tätigkeit oder einer geplanten Reise in ein entsprechendes Risikogebiet. Der Hausarzt berät gern zu nötigen und empfehlenswerten Impfungen.

Krankenkassen fördern durch verschiedene Angebot die Prävention ( Foto: Shutterstock-Robert Kneschke)

Krankenkassen fördern durch verschiedene Angebot die Prävention ( Foto: Shutterstock-Robert Kneschke)

Krankenkassen unterstützen die Prävention (Video)

Die Krankenkassen unterstützen eine Vielzahl von vorbeugenden Maßnahmen, mit denen sich etwas für die Gesundheit tun lässt. Beispielsweise werden die Kosten für verschiedene Kurse übernommen, in denen es um die Gesundheitsförderung geht.

Diese Kurse werden meist zu den Themen:

  • gesunde Ernährung
  • Bewegung und Sport
  • Stressbewältigung
  • Suchtprävention

angeboten. Versicherte können bei ihrer Krankenversicherung nachfragen, welche Art von Kursen übernommen werden und welche Anforderungen diese erfüllen müssen, damit eine Kostenübernahme möglich ist. Die Krankenkassen übernehmen auch die Vermittlung entsprechender Angebote in der Nähe des Versicherten. Außerdem honorieren sie über verschiedene Bonusprogramme eine gesunde Lebensweise der Menschen.

Das bekannteste Beispiel dürfte die Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt sein: Wer sich regelmäßig einmal im Jahr das Bonusheftchen abstempeln lässt, kann sich über eine höhere Kostenübernahme im Fall eines nötigen Zahnersatzes freuen.

Video: Praxis Mensch – Thema Prävention

Die Prävention in der Pflege

Auch in der Pflege geht es um Maßnahmen zur Prävention. Diese zielen auf die Klärung ab, ob und wie Maßnahmen zur Beseitigung oder Minderung einer Pflegebedürftigkeit durchzuführen sind. Dabei geht es nicht nur um die Eignung der Präventionsmaßnahmen, sondern auch um deren Zumutbarkeit für den Pflegebedürftigen.

Das Präventionsgesetz hat die Prävention noch einmal deutlich gestärkt und so ist es inzwischen auch möglich, präventive Maßnahmen beim Pflegebedürftigen zu Hause durchzuführen. Das Ziel ist es neben der Verbesserung der Lebensumstände des Pflegebedürftigen auch, dessen Selbstständigkeit zu erhalten und so weit es geht zu fördern.

Gesundheitsförderung im Unternehmen: Betriebliche Vorsorge als wichtiger Baustein

Die meisten Menschen verbringen einen großen Teil ihres Lebens am Arbeitsplatz und müssen dort entsprechend geschützt werden. Einen Anteil an der Gesundheit haben daher die Arbeitsbedingungen sowie die Gestaltung des Arbeitsplatzes selbst. Wird hier zu wenig Wert darauf gelegt, können sich körperliche Beschwerden und Berufskrankheiten einstellen.

Außerdem kann die psychische Gesundheit leiden, wenn keine betriebliche Gesundheitsförderung stattfindet bzw. Raubbau an der Gesundheit der Mitarbeiter betrieben wird.

Video: Was heißt eigentlich Prävention? – Fachbegriffe der Gesundheitsförderung anschaulich gemacht!

Gesunde Beschäftigte bringen das Unternehmen voran

Nur Beschäftigte, die gesund sind, können das Unternehmen voranbringen. Sie sind motivierter und leistungsfähiger, unterstützen das Unternehmen und sind in der Regel anwesend bzw. selten durch eine Erkrankung nicht im Betrieb. Sie sind damit der Garant für den Erfolg des Unternehmens bzw. die Grundvoraussetzung dafür, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt.

Längst haben die Unternehmen das erkannt und es werden mittlerweile auch die Vorschläge der Beschäftigten aufgegriffen. Damit sollen neue Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung geschaffen und das Wohlbefinden der Mitarbeiter im Unternehmen erhöht werden. Dazu kommen die vorgeschriebenen Maßnahmen, die durch den Arbeitsschutz sowie durch Vorsorgeuntersuchungen beim Betriebsarzt üblich sind.

Krankenkassen und die betriebliche Gesundheitsvorsorge

Krankenkassen unterstützen die betriebliche Gesundheitsvorsorge mit verschiedenen Maßnahmen und arbeiten dabei unter anderem mit den Unfallversicherungsträgern zusammen. Auch die für den Arbeitsschutz Verantwortlichen sind hierbei mit ins Boot zu holen. Nach und nach sollen die betrieblichen Maßnahmen weiter ausgebaut werden. Ein Beispiel dafür ist die Analyse der Arbeitssituation, denn aus dieser können Verbesserungsmöglichkeiten abgeleitet werden.

Krankenkassen beraten zudem zu weiteren Maßnahmen, die sich unter anderem mit der Stressbewältigung und mit Beratungen zu gesundheitsfördernden Strukturen im Unternehmen befassen. Viele Krankenversicherungen haben inzwischen lokale Koordinierungsstellen eingerichtet, mit denen die betriebliche Gesundheitsvorsorge vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen vorangetrieben werden soll.

Wichtig ist zudem auch, dass die Betriebsärzte stärker in die Gesundheitsvorsorge eingebunden werden, denn sie kennen die jeweiligen Situationen vor Ort am besten und wissen, wo mit welchen Maßnahmen am besten anzusetzen ist. Des Weiteren sind die Mitarbeiter über Schulungen und Informationsveranstaltungen einzubeziehen, denn sie müssen ihren eigenen Alltag unter die Lupe nehmen und dabei herausfinden, was ihnen guttut und welche Veränderungen für ein gesundheitsbewusstes Arbeiten im Unternehmen nötig sind. Die Krankenversicherungen müssen darüber hinaus sicherstellen, dass die Leistungen der Betriebsärzte abrechenbar sind, was vor allem im Hinblick auf die Schutzimpfungen der Mitarbeiter gilt.

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Über den Autor

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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