Sekundärprävention von Schlaganfällen

Im Gegensatz zu der Primärprävention von Schlaganfällen bezeichnet die Sekundärprävention die Gesamtheit aller Maßnahmen, die der Früherkennung von Erkrankungen dienen nachdem diese erstmalig aufgetreten ist und somit die Möglichkeit einer rechtzeitigen Behandlung bieten.

In Deutschland erleiden jährlich etwa 200.000 Menschen einen Schlaganfall, auch ischämischer Schlaganfall oder Apoplex genannt, von denen 80 bis 85 Prozent die Akutphase überleben. Bei einem Gehirninfarkt wird eine Arterie im Gehirn verstopft und verursacht eine Durchblutungsstörung, die nicht selten zum Tod oder zu schwerwiegenden Behinderungen führt.

In 8 bis 15 Prozent der Fälle kommt es innerhalb eines Jahres zu einem erneuten Krankheitsereignis, wobei Patienten mit multiplen vaskulären Risikofaktoren oder manifesten anderen vaskulären Erkrankungen (z.B. Gefäßkrankheiten) besonders gefährdet sind. Eine differenzierte Sekundärprävention nach einem ischämischen Schlaganfall ist also dringend notwendig. Dazu gehört die Ermittlung der Ätiologie und die Einleitung präventiver Maßnahmen sowie die Blutdrucksenkung, Cholesterinsenkung und Antikoagulation. In jedem Fall sollte auch die Lebensweise des Patienten genauer betrachtet werden und ggf. Empfehlungen zur Verringerung der Risikofaktoren durch eine gesunde Lebensweise gegeben werden.

Die American Stroke Association und die European Stroke Organization haben Richtlinien zur Sekundärprävention nach einem Schlaganfall veröffentlicht. Dort geht es in etwa um die folgenden Themen:

Risikofaktoren minimieren

Im Mittelpunkt der Sekundärprävention steht die Kontrolle der vorhandenen Risikofaktoren und deren Beseitigung. Das meint vor allem die Körperwerte, die das Schlaganfallrisiko beeinflussen, wie zu hoher Blutdruck, schlechte Blutfettwerte sowie Blutzucker. Diese Faktoren sollten regelmäßig kontrolliert und möglichst optimal eingestellt werden. Dazu gehört auch der Verzicht von Nikotingenuss und ggf. eine Umstellung des Lebensstils im Sinne von Ernährung und Bewegung.

Blutgerinnung optimieren

Zusätzich sollte die Blutgerinnung medikamentös verbessert werden, beispielsweise mit Clopidogrel, um der Bildung von Blutgerinnsel vorzubeugen, die im Gehirn Gefäße verschließen können.

Schlaganfall durch Ernährung

Wer keinen Sport macht und sich ungesund ernährt, ist anfälliger für einen Schlaganfall, denn bei der Entstehung eines Gehirninfarktes spielen überhöhte Blutfettwerte eine große Rolle. Diese können medikamentös reguliert werden, allerdings haben die Präparate häufig erhebliche Nebenwirkungen, so dass zunächst versucht werden sollte, die Werte über die Ernährung in den Griff zu kriegen.

Bewegung gegen Schlaganfall

Auch nach einem Schlaganfall sollten die Patienten sich im Rahmen ihrer körperlichen Möglichkeiten weiterhin bewegen, um das Risiko eines erneuten Infarktes zu reduzieren. Außerdem wirkt sich Bewegung positiv auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns aus.

Welche weiteren Maßnahmen Sie ergreifen können, um einem SCHLAGANFALL VORBEUGEN zu können und wie Sie einen SCHLAGANFALL ERKENNEN, erfahren Sie in unseren anderen Beiträgen.


Bildnachweis: © DAK Gesundheit

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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