Worauf man bei Defibrillatoren (AED) achten sollte

AED steht für Automatisierter Externer Defibrillator (AED), ein Gerät das im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden kann. Denn mehr als 100.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland außerhalb von Krankenhäusern an plötzlichem Herztod. Die häufigste Ursache für den Herztod ist das Kammerflimmern, welches nur mit Hilfe eines Elektroschocks in den Griff zu bekommen ist. Bis der Notarzt eintrifft, ist es jedoch meistens schon zu spät.

Daher kommt die Überlegung auf, ob es Sinn macht an öffentlichen Plätzen oder auch zu Hause einen Defibrillator zu installieren. Der AED ist in seiner Bedienung relativ einfach und wird daher auch als Laiendefibrillator bezeichnet. Was Sie bei der Anwendung eines Defibrillators beachten sollten, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Defibrillator für daheim?

Angehörige von Herzkranken beispielsweise denken oft darüber nach, sich einen Automatischen Defibrillator für daheim anzuschaffen, um im Notfall handeln zu können und die lebenswichtige Wiederbelebung durchführen zu können. Experten sind sich jedoch unschlüssig, ob dies eine geeignete Lösung für den Hausgebrauch ist, denn sie befürchten, dass es dadurch zu Verzögerungen in der Notarztalarmierung oder dem Beginn der Herzdruckmassage kommen kann.

Sollten Sie sich trotzdem für die Anschaffung eines AEDs entscheiden, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Herstellern, wie z.B. Phillips. Der Preis liegt bei etwa 1.500 Euro.

Defibrillator: Das müssen Sie beachten

Zunächst einmal müssen Sie sich mit dem Gerät vertraut machen, so dass Sie im Akutfall sofort handeln können. Denn bei einem Herzinfarkt dürfen Sie keine Zeit verlieren. Auch die für die Reanimation notwendige Rasur der Brustbehaarung darf nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher sollte ein Rasierer griffbereit sein.

Herzdruckmassage nicht vergessen!

Trotz des AED darf die Herzdruckmassage nicht vergessen werden! Diese darf nur für die Analyse des Automatischen Defibrillators unterbrochen werden. In der Regel gibt der AED ein Kommando, wann die Herzdruckmassage zu unterbrechen ist.

Funktionstüchtigkeit sicherstellen!

Damit der AED im Notfall einsatzbereit ist, sollte dieser regelmäßig überprüft und gewartet werden. Besonders muss die Haltbarkeit von Batterie oder Akku sowie der Klebeelektroden gecheckt werden. Denn ohne entsprechende Batterieladung bzw. Akkuladung kann kein Elektroschock abgegeben werden und ausgetrocknete Klebeelektroden stellen ein Risiko für eine ungenaue Rhythmusanalyse und Verbrennungen des Patienten dar.


Bildnachweis: © ÖRK

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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