Vorhofflimmern: Symtome, Therapie und vieles mehr

Wessen Herz öfter mal aus dem Takt kommt oder wer bei sich andere Anzeichen für ein Vorhofflimmern feststellt, sollte sicherheitshalber immer einen Arzt aufsuchen, um die Krankheit rechtzeitig festzustellen und zu behandeln. Denn das Vorhofflimmern ist eines der meist diagnostizierten Symptome für einen Schlaganfall. Alle Informationen zu den Merkmalen von Vorhofflimmern finden Sie in unserem Beitrag „Vorhofflimmern Symptome“.

Behandlungsmöglichkeiten von Vorhofflimmern

Grundsätzlich gibt es drei Arten, ein Vorhofflimmern zu behandeln: Medikamente, die elektrische Kardioversion und die Katheter-Ablation. In allen Fällen muss jedoch vorher abgeklärt werden, ob bereits ein Gerinnsel in den Herzvorhöfen besteht. Dies wird meist mit Hilfe eines Ultraschall gemacht.

Besonders geeignet ist die transösophageale Echokardiografie (TEE). Hier wird eine Ultraschallsonde über einen dünnen Schlauch in die Speiseröhre geschoben, so dass das Herz untersucht werden kann. Sollte bereits ein Blutgerinnsel bestehen, erhält der Patient Medikamente, welche die Blutgerinnung hemmen.

Video: Entstehung eines Schlaganfalls durch Vorhofflimmern


Wird ein Vorhofflimmern entdeckt, ohne dass der Patient Beschwerden hatte, kann nach einer dreiwöchigen Medikamenteneinnahme eine Kardioversion vorgenommen werden. Durch einen Elektroschock wird unter Narkose das Herz wieder in den richtigen Rhythmus, den Sinusrhythmus, gebracht. Möglicherweise kann das Vorhofflimmern nach Tagen oder Monaten trotzdem erneut auftreten. Um dem entgegenzuwirken, wird zusätzlich mit Medikamenten wie Betablocker oder spezifische Antiarrhythmika (Flecainid, Dronedaron, Propafenon, Amiodaron) therapiert.

In manchen Fällen bleiben die Behandlungsversuche eines Vorhofflimmerns mit Medikamenten und elektrischer Kardioversion auf Dauer ohne Erfolg. (#01)

In manchen Fällen bleiben die Behandlungsversuche eines Vorhofflimmerns mit Medikamenten und elektrischer Kardioversion auf Dauer ohne Erfolg. (#01)

Vorhofflimmern Therapie: Katheter-Ablation

In manchen Fällen bleiben die Behandlungsversuche eines Vorhofflimmerns mit Medikamenten und elektrischer Kardioversion auf Dauer ohne Erfolg. Dann sollte überprüft werden, ob eine Katheter-Ablation, also eine Verödung in Frage kommt.
Bei dieser Therapiemöglichkeit wird ein Katheter von der Leiste aus durch die Hohlvene bis zum Herzen vorgeschoben. Dort wird ein ganz bestimmter Bereich im linken Vorhof durch Hochfrequenzstrom verödet, so dass keine Störimpulse mehr in den linken Vorhof gelangen und somit Vorhofflimmern auslösen können.

Video: Schlaganfall – Jede Minute zählt | [HD] Doku Deutsch


Mit einer Erfolgsquote von 60 bis 80 Prozent gilt diese Methode als sehr erfolgsversprechend. Sollten die Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus dennoch bestehen bleiben, ist es sinnvoller, die Herzfrequenz dauerhaft mit Hilfe von Medikamenten zu regulieren. Hier wird oftmals das Marcumar als Gerinnungshemmer in der Langzeit Behandlung eingesetzt.

Dank der heutigen Therapiemöglichkeiten ist die Lebenserwartung von Patienten mit Vorhofflimmern in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Wenn der Patient keine Beschwerden mehr verspürt, kann sogar nach einer kurzen Regenerationsphase der Sport wieder aufgenommen werden ohne dass die Person sich in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt fühlt.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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