Morgen ist 1. Welttag des Gehirns (22.07.2014)

Die Neurologie-Weltföderation (World Federation of Neurology, WFN) hat den 22. Juli zum 1. Welttag des Gehirns erklärt. Der Tag wird zum Anlass genommen, mehr Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Gehirn-Gesundheit und der Prävention von oft unterschätzten Erkrankungen zu erregen. Neurologische Krankheiten und psychiatrische Erkrankungen des Gehirns kommen häufiger vor als Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs und bilden somit die Spitze der globalen Krankheitslast.

„Es gibt keine Gesundheit ohne die Gesundheit des Gehirns. Unser Gehirn ist unser komplexestes Organ, und die Gehirnfunktionen beeinflussen die Gesundheit des gesamten Menschen“, so Dr. Raad Shakir, Präsident der World Federation of Neurology (WFN). Jedoch nehme die breite Öffentlichkeit und die Entscheidungsträger die wichtige Rolle des Gehirns und seiner Gesundheit leider nicht ernst genug. Laut Shakir können Erkrankungen wie Schlaganfall oder Demenz ein Ausmaß annehmen, welches unsere Gesundheitssysteme überfordern kann. Daher ist Shakir der Meinung, man müsse sich verstärkt der Prävention widmen und Neurologen sollten eine führende Rolle dabei einnehmen, den Herausforderungen durch neue Ansätze zu begegnen.

„Die Komplexität des Gehirns und neurologischer Krankheiten erschwert häufig ihre ausreichende Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit. Das wichtigste Ziel unserer Kampagne ist deshalb, das Thema Gehirn-Gesundheit in all seinen Aspekten und sozialen Dimensionen zu präsentieren und die Öffentlichkeit für ihre Bedeutung zu sensibilisieren. Von neurologischen Erkrankungen Betroffene sollen unterstützt und die breite Öffentlichkeit über die Bedeutung der Prävention informiert werden.“ sagt Dr. Mohammad Wasay, Vorsitzender des Public Awareness and Advocacy Committee der WFN. „Jeder dritte Mensch wird im Lauf des Lebens an Demenz oder einem Schlaganfall erkranken. Krankheiten, die das Gehirn betreffen, sind die weltweit wichtigste Ursache für Behinderungen. Es ist Zeit, zu handeln. Deshalb starten wir diese internationale Kampagne zur Gehirn-Gesundheit.“


Bildnachweis: © Techniker Krankenkasse

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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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