Integrierte Versorgung: Vorteile und Nachteile

Die Integrierte Versorgung bezeichnet die Idee einer neuen „sektorenübergreifenden“ Versorgungsform im Gesundheitswesen. Diese soll eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Fachdisziplinen und Sektoren fördern, um die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und die Gesundheitskosten zu senken. Diese sogenannten IV-Verträge, zwischen Medizinern und nicht-ärztlichen Leistungserbringern, bieten einige Vorteile sowie Nachteile, die wir im Folgenden für Sie erläutern werden.

Vorteile von Integrierter Versorgung:

  • Wartezeit
    Ein Patient, der sich für die Integrierte Versorgung entscheidet, wird bevorzugt behandelt und hat dadurch keine bzw. verkürzte Wartezeiten.
  • Aufklärung
    Vor, während und nach dem Krankenhausaufenthalt erhält der Patient kontinuierlich Informationen über Behandlungsabläufe, notwendige Maßnahmen und Verhaltensempfehlungen.
  • Voruntersuchungen
    Durch optimal genutzte Voruntersuchungen werden teure Mehrfachuntersuchungen, wie zum Beispiel Röntgenaufnahmen, unnötig und fallen weg. Dies erspart dem Patienten unnötige Belastungen.
  • Ansprechpartner
    Die Ansprechpartner aus dem Krankenhaus, der Rehabilitation und von der Krankenkasse stehen dem Patienten während des gesamten Behandlungsprozesses zur Verfügung.
  • Rehabilitation
    Noch bevor der Patient aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist bei Bedarf bereits eine Rehabilitationsphase mit einem Partner organisiert. Je nach Gesundheitszustand gibt es auch die Möglichkeit für eine ambulante oder stationär-ambulante Rehabilitation.
  • Nachsorge
    Nach Abschluss der stationären und rehabilitativen Behandlung werden standardisierte Nachuntersuchungen eingeleitet, wodurch Folgeerkrankungen vermieden und eingeschränkt werden.
  • Bonus
    Einige Krankenkasse bieten ihren Patienten, die sich für eine Integrierte Versorgung entscheiden, verschiedene Boni.

Nachteile von Integrierter Versorgung:

  • Nicht jede Krankenkasse bietet Modelle von Integrierter Versorgung an.
  • In der näheren Umgebung müssen mehrere Vertragspartner vorhanden sein.
  • Möglicherweise besteht eine Mindestvertragsdauer, in der Behandlungen von anderen Ärzten, die nicht Teil der Versorgungsverträge sind, nicht möglich sind. Das hat zur Folge, dass auch Ärzte, bei denen eventuell schon eine langjährige Betreuung erfolge, aufgegeben werden müssen, sofern diese nicht am Versorgungsprogramm teilnehmen.

Bildnachweis: © Schwarzer.de

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Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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