Langzeit EKG: Richtig anlegen und benutzen

Wenn Sie Unregelmäßigkeiten in Ihrem Herzschlag wahrnehmen, wie zum Beispiel Herzrasen oder Herzstolpern, sollten Sie zur Sicherheit einen Kardiologen aufsuchen, um den Fall abklären zu lassen. Dieser wird Ihnen höchstwahrscheinlich ein Langzeit EKG empfehlen, mit dem die elektrischen Signale, die von Ihrem Herzen ausgehen, protokolliert werden. Das Langzeit EKG dient hauptsächlich dazu, Herzrhythmusstörungen zu entdecken, die nur vorübergehend auftreten und deshalb vom normalen EKG meist nicht erfasst werden. Im Untersuchungszeitraum protokolliert der Patient seine Aktivitäten und auftretende Beschwerden. Dadurch lassen sich Auffälligkeiten im EGK mit entsprechenden Ereignissen, zum Beispiel Sport, in Zusammenhang bringen.

Um die Erregungen zu messen, werden bis zu sechs Elektroden auf den Brustkorb geklebt. Normalerweise werden diese Elektroden beim Arzt angelegt und Sie tragen diese dann 24 Stunden lang. Die Signale werden in einem Rekorder gespeichert und später vom Computer ausgewertet und vom Arzt beurteilt.

Den Zeitraum, in dem Sie das Langzeit EKG durchführen, sollten Sie wie jeden anderen Tag auch gestalten, so dass Ihre ganz alltäglichen Herzströme gemessen werden und das Ergebnis nicht verfälscht wird. Auf Duschen und Baden sollten Sie während des EGKs verzichten, damit die Elektroden nicht nass werden.

Langzeit EKG: So bleiben Sie Tag und Nacht verkabelt

Wie bereits erwähnt, können und sollten Sie sich währen eines Langzeit EKGs wie gewohnt bewegen, allerdings nicht baden und duschen. Auch Schwimmen im Schwimmbad ist nicht empfehlenswert, da die empfindliche Elektronik des Gerätes durch das Wasser Schaden nehmen kann und ihre Messungen eventuell nicht verwertbar wären. Ein Langzeit EKG ist nicht schmerzhaft und verursacht keine Geräusche, das heißt Sie können wie gewohnt schlafen, sollten aber nach Möglichkeit nicht auf dem Bauch schlafen, da die Elektroden sich in den Brustkorb bohren könnten.


Bildnachweis: © DAK Gesundheit

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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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