Positive Entwicklung durch DMP
Die Auswertung umfasst die Daten der Teilnehmer des ,gut DABEI"-Programms für Diabetes mellitus Typ 2 in den einzelnen Regionen.
Die richtige Einstellung des Blutzuckers und des Blutdrucks ist für Diabetiker von besonderer Bedeutung, so kann z.B. ein schlecht eingestellter Blutzucker zu Folge-Erkrankungen wie Herzinfarkten und Nierenschäden führen. Analysen haben ergeben, dass sich in folgenden Regionen der HbA1c-Prozentwert bei den Programmteilnehmern in anderthalb bis zwei Jahren durchschnittlich um mindestens 0,2 verringert hat: Berlin, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Auch die Blutdruckwerte der DMP-Teilnehmer haben sich nach anderthalb bis zwei Jahren Programmteilnahme erheblich verbessert. So haben sich in den folgenden Regionen die systolischen Werte durchschnittlich um mindestens 8 mmHg und die diastolischen Werte durchschnittlich um mindestens 2 mmHg gesenkt: Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Westfalen-Lippe.
Die Ärzte haben darüber hinaus die Teilnehmer der strukturierten Behandlungsprogramme regelmäßig in Gesprächen und Schulungsveranstaltungen erfolgreich auf die Gefahren des Rauchens hingewiesen. In den folgenden Regionen waren nach anderthalb bis zwei Jahren noch weniger als 65 Prozent der Teilnehmer mit anfänglichem Raucherstatus noch Raucher: Bayern, Berlin, Hessen, Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
Da eine langjährige Diabeteserkrankung auch die Augen in Mitleidenschaft ziehen kann, wird mindestens einmal jährlich eine augenärztliche Kontrolluntersuchung empfohlen. Auch hier lässt sich bei den DMP-Teilnehmern eine positive Entwicklung erkennen. In folgenden Regionen nahmen nach anderthalb bis zwei Jahren Programmteilnahme prozentual doppelt so viele Versicherte eine ophtalmologische Netzhautuntersuchung in Anspruch, wie noch zu Beginn der Auswertung: Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Die Abschlussberichte werden Mitte 2007 vorliegen und erhalten zusätzlich Informationen bzw. Analysen zu den Kosten der Programme.
Die Auswertungen der Programme der Knappschaft werden durch drei unabhängige Forschungsinstitute vorgenommen. Es handelt sich hierbei um das Institut für angewandte Sozialwissenschaften GmbH (infas) in Bonn, die Prognos AG in Düsseldorf und das Wissenschaftliche Institut der Ärzte Deutschlands (WIAD) in Bonn. Die Kriterien für die gesetzliche Evaluation der Programme wurden vom Bundesversicherungsamt (BVA) verbindlich festgelegt. Durch die Ergebnisse kann die Knappschaft auf eine weitere Verbesserung der Programme für ihre chronisch kranken Versicherten hinwirken. Gleichzeitig dienen sie dem BVA als Grundlage für die Wiederzulassung der Programme.
Quelle: Pressemeldung Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See
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