Neue Antworten auf psychische Störungen erforderlich
Das Statistische Bundesamte bestätigt einen Trend auf den die Gesetzlichen Krankenkassen seit längerem aufmerksam machen: Psychische Störungen haben mittlerweile andere Volkskrankheiten bei der Krankenhaushäufigkeit abgelöst, etwa die Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Bundesministerium für Gesundheit nimmt dies aber nicht zum Anlass, politische Initiativen zu ergreifen. Die Antwort der Bundesregierung auf unsere aktuelle Kleine Anfrage zur "Zunahme von psychischen Erkrankungen" zeigt die fehlende Bereitschaft des BMG, auf diese neue Herausforderung im Gesundheitswesen angemessen zu reagieren. Auf unsere Frage, welche Ziele die Bundesregierung in diesem Bereich verfolgt, hat die Bundesregierung nur allgemein und ausschweifend geantwortet.
Aus unserer Sicht muss die Psychiatriepolitik grundlegend überdacht werden. Wir brauchen eine Überprüfung der Behandlungsprinzipien, mehr umfassende ambulante Angebote, eine Stärkung der ambulanten Krisenbewältigung sowie bessere Angebote zur integrierten Versorgung. Wer psychische Probleme hat, benötigt schnelle Hilfe, getragen von verschiedenen Berufsgruppen, damit aus der Befindlichkeitsstörung keine dauerhafte Erkrankung und bleibende Arbeitsunfähigkeit wird. Für chronisch psychisch Kranke benötigen wir alltagsnahe Krisenhilfe, die nicht ausschließlich auf Psychopharmaka und Zwangseinweisungen setzt. Denn psychische Erkrankungen verursachen inzwischen auch die meisten Behandlungstage in Krankenhäusern. Neue Ansätze könnten in Modellregionen erprobt werden; dazu zählen auch regionale Budgets für sektorübergreifende Behandlungsansätze.
Quelle: Pressemeldung Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Dieser Beitrag wurde bisher 455 mal gelesen.
(Rang 9 auf achtung-schlaganfall.de)
Weitere News
Das Handy als Thermometer, Blutdruck- und Blutzuckermesser
17.11.2011 | Smartphones können bei Therapie und Gesundheitschecks helfen Rund 15.000 Gesundheits-Apps Apps als...
weiter in Das Handy als Thermometer, ...Kein Zurück bei der spezialärztlichen Versorgung
13.10.2011 | Die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) muss jetzt kommen, fordert der Verband der niedergelassenen...
weiter in Kein Zurück bei der ...Teilnehmer Des "Gastico-Cups" Sammeln 3.500 Euro
13.10.2011 | Gemeinsam etwas Schönes erleben, um etwas Gutes zu tun
weiter in Teilnehmer Des "Gastico-Cups" ..."Ruhrgebiet gegen den Schlaganfall"
02.05.2011 | Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 260.000 Menschen einen Schlaganfall. Allein im Ruhrgebiet sind...
weiter in "Ruhrgebiet gegen den Schlaganfall" ...Offizieller Abschluss von "Rhein-Main gegen den Schlaganfall"
07.04.2011 | Jedes Jahr erleiden im Rhein-Main-Gebiet etwa 15.000 Menschen einen Schlaganfall, deutschlandweit sind es rund...
weiter in Offizieller Abschluss von ...Aktuelles
Dr. Nikolaus Rauber in Bundesvorstand gewählt
Die Delegierten des Verbandes der niedergelassenen Ärzte...
weiter ...Erfolgreiches Rehaforum Schlaganfall Rhein- Ruhr in Essen
Neue Impulse für die Versorgung
weiter ...Neuigkeiten
Von modernen Metropolen bis zu ultrakalter Materie
DFG richtet 16 neue Graduiertenkollegs ein. Harter...
weiter ...An den Stellschrauben der Versorgung - NAV- Virchow- Bund veröffentlicht Jahresbericht 2011
Der NAV-Virchow-Bund hat seinen Jahresbericht 2011...
weiter ...Weitere Themen
Das Handy als Thermometer, Blutdruck- und Blutzuckermesser
Smartphones können bei Therapie und Gesundheitschecks helfen...
weiter ...Kein Zurück bei der spezialärztlichen Versorgung
Die ambulante spezialärztliche Versorgung (ASV) muss jetzt...
weiter ...Archiv
Offizieller Startschuss für brandenburgisches Telemedizin- Netz gefallen
Hochrisiko-Herzpatienten werden aus der Ferne rund um die...
weiter ...Verschiedenes
Einheitliche internationale Lebensmittel- Standards für Bekämpfung von Unterernährung bei Kindern
Codex-Komitee für Ernährung und diätetische Lebensmittel...
weiter ...Reinhardt: Regierungspläne ignorieren absurdes Honorar- und Abrechnungssystem
Echte Transparenz für Patienten nur mit Kostenerstattung...
weiter ...
