Kniebeschwerden: Ursache in Beruf und Sport

10.07.2008 | Berlin
Eine aktuelle Befragung von Erwerbstätigen zeigt: Kapp 40 Prozent aller Bauarbeiter leiden unter Kniebeschwerden. Die Hälfte war oder ist in ärztlicher Behandlung. Langes, häufiges Arbeiten im Knien oder Hocken können Gelenke krank machen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) gibt Unternehmern und Beschäftigten Tipps, wie die Knie entlastet werden.

Eine aktuelle Befragung von Erwerbstätigen zeigt: Kapp 40 Prozent aller Bauarbeiter leiden unter Kniebeschwerden. Die Hälfte war oder ist in ärztlicher Behandlung. Langes, häufiges Arbeiten im Knien oder Hocken können Gelenke krank machen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) gibt Unternehmern und Beschäftigten Tipps, wie die Knie entlastet werden.

Über 40 Millionen Euro zahlten die gewerblichen Berufsgenossenschaften 2006 für medizinische und berufliche Rehabilitation sowie Abfindungen und Renten von Meniskusschäden und Schleimbeutelerkrankungen. Allein bei der BG BAU waren es fast vier Millionen Euro. Die Fakten machen deutlich, besonders Fliesen- und Estrichleger, Parkettleger, Dachdecker und Maurer müssen sich schützen.

Schädlich ist vor allem die starke Beugung der Kniegelenke beim Sitzen auf den Fersen oder in der Hocke, so die BG BAU. Unvermeidliche Drehbewegungen in vielen Arbeitspositionen strapazieren die Menisken zusätzlich. Krankhaft veränderte Schleimbeutel können sich entzünden. Anzeichen dafür sind Rötungen der Haut, Schwellungen und Überwärmung. Zusätzlich werden die Knie oft in der Freizeit belastet: Schädlich sind Sportarten wie Fußball, Handball oder Skilaufen vor allem wegen der häufigen Drehbewegungen.

In vielen Berufen sind Knien und Hocken oft nicht zu vermeiden. Aber diese Zwangshaltungen sollten immer wieder unterbrochen werden, rät die BG BAU. Nicht alle Arbeiten müssen zudem zwingend am Boden erledigt werden. So können Vormontagen in günstiger Arbeitshaltung Belastungen von Installateuren mindern. Arbeiten in unteren Wandbereichen sollten nach Möglichkeit im Sitzen erledigt werden. Und eine Fliesenschneidemaschine kann auch auf dem Tisch stehen.

Kann die Arbeit nur im knien getan werden, sind Knieschützer angebracht. Sie verteilen den Druck, der auf die Schleimbeutel einwirkt, gleichmäßiger. Welcher Knieschutz sinnvoll ist, hängt vom Untergrund und den Arbeiten ab, die zu tun sind. Knieschutzhosen mit eingearbeitetem Polstern empfehlen sich bei glattem und trockenem Untergrund. Ist der Boden uneben und feucht, sind Knieschützer zum Umbinden ratsam. Bei manchen Arbeiten können auch lose auf dem Boden liegende Knieschutzpolster eine Alternative sein.

Quelle: Pressemeldung BG BAU - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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