Hochbetrieb am Bau auch in der Ferienzeit

15.07.2008 | Berlin
Gerade in der warmen Jahreszeit wird am Bau gearbeitet. Erreichen die Temperaturen allerdings Höchstwerte, können vor allem bei körperlich schwerer Arbeit besondere Belastungen und Gesundheitsgefahren auftreten.

Gerade in der warmen Jahreszeit wird am Bau gearbeitet. Erreichen die Temperaturen allerdings Höchstwerte, können vor allem bei körperlich schwerer Arbeit besondere Belastungen und Gesundheitsgefahren auftreten. Darauf hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) hingewiesen. Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder Bewussteinsstörungen, müssen ernst genommen werden, sie können auf einen drohenden Hitzschlag hinweisen. Eine große Bedrohung für die Haut ist zudem die Krebsgefahr: Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland jährlich mehr als 11.400 Menschen an bösartigem Hautkrebs, dem so genannten „malignen Melanom“. Der pigmentierte Haut-Tumor ist für den Großteil der Hautkrebs-Todesfälle verantwortlich. Besonders, wer sich in der heißen Jahreszeit häufig acht Stunden oder länger der prallen Sonne aussetzt, ist gefährdet und muss sich schützen. Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor bis 30 reicht allein nicht aus, um Schäden der Haut vorzubeugen. Der Körper muss bekleidet und der Kopf bedeckt sein. Eine Sonnenbrille mit UV-Kennzeichen schützt die empfindliche Netzhaut der Augen, so die BG BAU. Außerdem fehlt dem Körper durch Schwitzen Flüssigkeit, die laufend ersetzt werden muss. An einem heißen Tag sind bis zu vier Liter Flüssigkeit während der Arbeit erforderlich. Sinnvoll ist leicht gekühltes Mineralwasser, denn der Körper braucht Mineralstoffe. Auch den Arbeitgeber sollte die Hitze nicht kalt lassen. Generell verpflichtet ihn das Arbeitsschutzgesetz, mögliche Gefahren für seine Beschäftigten zu ermitteln, zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Das gilt auch für Arbeiten im Freien, wo Hitze und Sonnenstrahlen Gefahrenquellen sein können. Wo es möglich ist, sollten Tätigkeiten in Schattenbereiche verlegt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die Arbeits- und Pausenzeiten auf das Klima einzustellen. Zu allen notwendigen Maßnahmen sollten sich die Unternehmen von der BG BAU beraten lassen.

Quelle: Pressemeldung BG BAU - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

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