Gezielte Betreuung chronisch Kranker spart Kosten

10.03.2005 | Berlin
Das Gesundheitsprogramm Herzinsuffizienz der BKK Gesundheit. Gemeinsam mit der ArztPartner almeda hat die BKK Gesundheit das Gesundheitsprogramm Herzinsuffizienz ins Leben gerufen. Nun liegen erste Ergebnisse über die Erfahrungen nach einem Jahr Betreuung vor. Die Versicherten mit Herzinsuffizienz haben deutlich weniger Beschwerden, eine höhere Lebensqualität und die Kosten für die Kasse sind gesunken.

Medizinischer Fortschritt und zunehmende Alterung verschieben die Krankheitslast der Bevölkerung kontinuierlich weiter in Richtung chronischer Erkrankungen. Besonders belastend für Patienten und Kassen ist die chronische Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Den Patienten beeinträchtigen Atemnot, Leistungseinschränkung und Wassereinlagerungen; die Kassen leiden unter den hohen Kosten die insbesondere durch die häufigen Krankenhausaufenthalte entstehen. Dabei ist die Herzinsuffizienz keine seltene Erkrankung. Bei den über 80jährigen leidet jeder zehnte unter einer Herzinsuffizienz. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung wird dieser Anteil in den nächsten Jahren weiter zunehmen.

Seit Juni 2003 bietet die BKK Gesundheit ihren Versicherten mit Herzinsuffizienz ein besonderes Betreuungsprogramm an, dass mit dem Münchner Unternehmen ArztPartner almeda AG entwickelt wurde. Auf den Punkt gebracht soll das Gesundheitsprogramm Herzinsuffizienz helfen, dass es den Versicherten besser geht und die Kasse durch weniger Krankenhausaufenthalte Kosten spart.

Die Versicherten erhalten moderne telemetrische Geräte, die täglich Gewichts-, Blutdruck- und Pulswerte an das Betreuerteam der ArztPartner almeda AG übertragen und dort auf kritische Trends überprüft werden. Über das Gewicht lasse sich etwa eine drohende Dekompensation erkennen und in der Regel frühzeitig beheben. Sehr häufig vergessen die Patienten, ihre Medikamente zu nehmen, oder sie haben die Trinkmenge nicht an ihre Herztätigkeit angepasst. "Wenn bestimmte Werte überschritten werden, rufen die persönlichen Betreuer die Patienten an", so Thomas Bodmer (Vorstandsvorsitzender der BKK Gesundheit) Die Betreuer geben unseren Versicherten Tipps zur Verhaltensänderung oder empfehlen eine Untersuchung beim behandelnden Arzt. Zusätzlich erhalten die Versicherten regelmäßige Informationen zu Ihrer Erkrankung und ein persönlicher Betreuer ruft sie alle 4 Woche an und steht mit Rat und Tat zur Seite. Die engmaschige Betreuung durch feste Ansprechpartner werde von den Patienten sehr gut angenommen, so Bodmer und die Zufriedenheit mit dem Programm ist außerordentlich hoch.

Nach einem Jahr liegen nun die ersten Ergebnisse vor. Insgesamt nehmen 154 Versicherte an dem Programm teil. Starke Wassereinlagerungen in den Beinen sind auf weniger als ein Viertel zurückgegangen. Deutlich weniger Versicherte leiden unter Atemnot in Ruhe als vor dem Programm. Die Versicherten mussten weniger als halb so häufig ins Krankenhaus wie im Vorjahr. So haben alle etwas davon freut sich der Vorstandsvorsitzende Thomas Bodmer. "Wir können unseren Versicherten einen hervorragenden Service anbieten, der ihnen deutlich hilft und haben als Kasse je Teilnehmer über 4500 Euro an Leistungsausgaben einsparen können. Das kommt allen unseren Versicherten zugute".

Quelle: Pressemeldung BKK Gesundheit

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