Chronische Wunden
Darauf machen Nancy Stotts und Harriet Hopf von der Universität San Francisco in einem Übersichtsartikel aufmerksam (Nurs Clin N Am 2005; 40: 267-279).
Die meisten Patienten, die aufgrund einer chronischen Wunde behandelt werden, sind älter als 65 Jahre. Zahlreiche physische und psychische Begleiterkrankungen erschweren die ohnehin langwierige Wundbehandlung zusätzlich. Mehr als 80 % der Senioren leiden an mindestens einer chronischen Erkrankung, 50 % an zwei oder mehr. Altersbedingte Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, chronisch-venöse Insuffizienz oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern die Genese und erschweren die Heilung einer chronischen Wunde. Auch die im Alter nachlassende Funktionstüchtigkeit der Haut, die dünner und damit anfälliger für Verletzungen wird, verzögert den Heilungsprozess und erleichtert die Entstehung chronischer Wunden.
Infektionsrisiko ist deutlich erhöht
Als Folge der verzögerten Wundheilung erhöht sich bei älteren Menschen die Anfälligkeit für eine Wundinfektion. Verstärkt wird dies durch einen altersbedingt häufig reduzierten Immunstatus der Patienten. Wie die Autorinnen betonen, sollte der behandelnde Arzt wissen, dass sich die klinischen Anzeichen für eine Wundinfektion bei Älteren anders manifestieren als bei jüngeren Patienten. Hinweise für eine Infektion sind Veränderungen der geistigen und körperlichen Verfassung. Zudem klagen die Patienten vermehrt über Schmerzen. Die typischen Infektionszeichen wie Fieber oder Entzündungen im Wundgebiet spielen eine eher untergeordnete Rolle bei der Diagnose.
Hör- und Sehprobleme erschweren die Behandlung
Mit zunehmendem Alter lassen sowohl Hör- als auch Sehfähigkeit eines Menschen nach. Dies hat bei der Behandlung einer Wunde zur Folge, dass die Fähigkeit des Patienten, Entscheidungen rund um die Wundheilung und -behandlung zu verstehen und auch aktiv daran mitzuarbeiten, erheblich eingeschränkt ist. Denn Hörprobleme erschweren es dem Patienten, die Anweisungen der Ärzte oder Pflegekräfte zu verstehen.
Ist das Sehvermögen gestört, ist der Patient nur eingeschränkt in der Lage, den Wundheilungsverlauf zu verfolgen oder eventuell selbstständig den Verband zu wechseln. Zudem können kognitive Beeinträchtigungen ebenfalls dazu führen, dass Anweisungen der Ärzte und Pflegekräfte nicht ausreichend verstanden werden.
Ärzte und Pflegekräfte sollten sich der besonderen Situation bewusst sein, die bei der Behandlung älterer Patienten mit Wunden vorliegt. Nur dann, so das Fazit der Autorinnen, sei es möglich, dass die Wunde erfolgreich abheile.
Hydroaktive Wundauflagen fördern den Heilprozess
Mittel der Wahl zur Behandlung chronischer Wunden ist der phasengerechte Einsatz hydroaktiver Wundauflagen. Für jede Phase der Wundheilung hat die PAUL HARTMANN AG eine passende Wundauflage entwickelt. Das Wundkissen TenderWet, das Alginat Sorbalgon, der Schaumverband PermaFoam, das Hydrogel Hydrosorb und das Hydrokolloid Hydrocoll sind Wundauflagen, die nicht nur den Wundheilungsprozess fördern, sondern auch eine im Vergleich zu konventionellen Verbänden deutliche kostengünstigere Therapie ermöglichen. Daher profitieren sowohl Ärzte als auch Patienten von einem Einsatz dieser modernen Wundverbände bei chronischen, schwer heilenden Wunden.
Quelle: Pressemeldung PAUL HARTMANN AG
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