An den Stellschrauben der Versorgung - NAV-Virchow-Bund veröffentlicht Jahresbericht 2011
Mit der Vorstandswahl der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dem anschließenden Reformprozess der KBV, den Neuwahlen zum Präsidium der Bundesärztekammer auf dem Kieler Ärztetag, der Gründung der Agentur deutscher Arztnetze sowie dem wohl wichtigsten Thema, dem kommenden Versorgungsstrukturgesetz, war der neugewählte Bundesvorstand in seinem ersten Amtsjahr voll gefordert.
Regelmäßig für Kopfschütteln sorgten vor allem die Krankenkassen und ihre Dachorganisation, der GKV-Spitzenverband. Niedergelassenen Ärzten wurden nicht nur zu geringe Arbeitszeiten, sondern auch die angebliche Diskriminierung gesetzlich Versicherter vorgeworfen - Tiefschläge, die die rot-grüne Opposition gern aufnahm. Zur Aufklärung beitragen konnte hier die Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchow-Bundes. In einer Studie zur Patientenzufriedenheit hielt sie fest, dass sowohl Wartezeiten als auch Behandlungsstil in ärztlichen Praxen von den Patienten als gut empfunden werden. Für Aufsehen sorgten auch die Studienergebnisse zur wachsenden Unzufriedenheit der Vertragsärzte mit der ärztlichen Selbstverwaltung sowie die hohe Zahl Burn-out-gefährdeter Praxisärzte.
Mit Sorge beobachtete der Verband das Zweitmeinungsportal "Vorsicht!Operation". Da hier nicht nur die Berufsordnung missachtet, sondern auch Beratungsleistungen für völlig überzogene Honorare angeboten werden, entschied sich der NAV-Virchow-Bund im Herbst des Jahres zur Anzeige bei den zuständigen Landesärztekammern.
Quelle: Pressemeldung NAV-Virchow-Bund
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